Bürgersolaranlage Chemnitz

Beteiligungen an Bürgersolaranlagen sollen vielen Menschen die Chance zur aktiven Mitwirkung an der Energiewende geben. Sie sollen zeigen, wie es das EEG ermöglicht, die volkswirtschaftlichen Vorteile Erneuerbarer Energien auch betriebswirtschaftlich wirken zu lassen. Es geht also nicht um die s.g. "gute Sache" allein, sondern in der Tat auch um eine wertstabile, solide - aber nicht reißerische Gewinne versprechende - Investition. 

Von Anfang an vorsichtig kalkuliert, laufen die Vorhaben in der Regel besser, als dies die Ursprungsprognosen erwarten ließen.

Die Erträge des Jahres 2017 waren eher durchschnittlich, in etwa in der Höhe des vorangegangenen Jahres 2016. Besonders der April sowie die Herbstmonate waren vergleichsweise ertragsarm; der Herbst und der Winter sehr trübe (jedoch auch fast schneefrei).

 

Informieren Sie sich anhand der aktuellen Erträge ganz konkret:

I. PV-Anlage Schulstraße 2 (Bürgersolaranlage Chemnitz GbR):

2017 Dia BSA

Auch im Jahr 2017 lagen die Erträge wieder über den Prognosewerten. Jedecoh waren der April und alle Wintermonate mit Ausnahme des Februars deutlich unterdurchschnittlich ertragsreich. Ein sehr sonniger Sommer glich dies mehr als aus. (Basis-Prognosewerte: 890 kWh/kWp/a im Inbetriebnahmejahr 2007/2008, jährlich um 0,5% vermindert kalkuliert)

 

II. PV-Anlage Depot Industriemuseum (Chemnitzer Bürgersolarkraftwerk GbR):

2017 Dia BSK

Die Ertragssituation beim Bürgersolarkraftwerk stellt sich ähnlich dar, wie bei der Bürgersolaranlage, jedoch auf insgesamt höherem, allgemeinen Ertragsniveau. Die starken Erträge im Sommer gleichen die schwächeren des Aprils und der Wintermonate mehr als aus (Basis-Prognosewerte: 890 kWh/kWp/a im Inbetriebnahmejahr 2009, jährlich um 0,5% vermindert kalkuliert).

 

III. PV-Anlage Grundschule Am Gickelsberg Kamenz (Sächs. Sonnensegel Kamenz/G. GmbH & Co. KG)

2017 Dia KaKG

Die Erträge lagen auch bei dieser Anlage - in der Lausitz - wieder etwas über den Prognosewerten; jedcoh waren alle Herbstmonate unterdurchschnittlich ertragsarm. Die Jahresgesamterträge fallen somit wieder in etwa so aus, wie im Vorjahr.

(Basis-Prognosewerte: 900 kWh/kWp/a im Inbetriebnahmejahr 2010/2011, jährlich um 0,5% vermindert kalkuliert)

Die tages- und stundenaktuellen Werte können zzt. leider nicht auf der Website eingesehen werden, da der Zugriff beim Betreiber des SolarLog aus datenschutzrechtlichen Gründen nur noch passwortgeschützt möglich ist.

 

IV. PV-Anlage Erdmannsdorfer Straße 35 bis 39 (Sächs. Sonnensegel Chemnitz-1 GmbH & Co. KG)

2017 Dia C1KG

Die spezifischen Erträge dieser Anlage übertreffen wiederum die aller anderen Objekte. Aber auch hier brachte das Jahr 2017 nur durchschnittliche Erträge. Selbst bei dieser Anlage wurden in den Herbstmonaten, wie schon im April, die Prognosewerte nicht erreicht. Jahresbeginn und Sommer dagegen waren sehr ertragsstark.

(Basis-Prognosewerte: 975 kWh/kWp/a im Inbetriebnahmejahr 2010/2011, jährlich um 0,5% vermindert kalkuliert)

Die stundenaktuellen Werte können für diese Anlage unter dieser Adresse im Internet eingesehen werden.

 

V. PV-Anlagen Grüna, Baumgartenstraße 5 und 7 sowie Genossenschaftsweg 4, 6 und 8 (privat finanziert, Bürgerbeteiligung mittels Darlehen):

2017 Dia GenoBaum

Auch bei den 5 Grünaer Anlagen in der Baumgartenstraße sowie am Genossenschaftsweg gab es im Jahr 2017 Erträge, die in etwa bei denen des Jahres 2016 lagen. Auch hier waren der April und die Herbstmonate deutlich unterdurchschittlich.

(Basis-Prognosewerte: 950 kWh/kWp/a im Inbetriebnahmejahr 2012, jährlich um 0,5% vermindert kalkuliert)

 

VI. PV-Anlagen Grüna, Damaschkestraße 1 und 2 (privat finanziert, Bürgerbeteiligung mittels Darlehen):

2017 Dia Damasch

Auch bei den beiden PV-Anlagen in der Damaschkestraße waren die Erträge im Jahr 2017 nur durchschnittlich; ähnlich wie im Jahr 2016. Sie lagen in der Summe um 4,4 % über den Prognosewerten. Der April, die Herbstmonate und der Dezember lagen in der Summe deutlich im Minus. Die Sommermonate waren sehr sonnig.

(Basis-Prognosewerte: 930 kWh/kWp/a im Inbetriebnahmejahr 2012, jährlich um 0,5% vermindert kalkuliert)

 

 

Leider sind Beteiligungen an laufenden Bürgersolarprojekten zurzeit nicht mehr möglich:

Sie können sich aber für Bürgersolaranlagen vormerken lassen, wir bieten hier eine Art "Tausch-Börse" für Kauf- und Verkaufinteressenten an.

   

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Weitere Projekte soll es in den kommenden Jahren geben.

Vielleicht bieten sich hierzu demnächst wieder bessere Rahmenbedingungen.

Was ist hiermit gemeint? Was bedeuten die EEG-Regelungen der letzten Jahre für neue Bürgersolarprojekte?

1. Die Vergütungen für mittlere Anlagengrößen zwischen 10 kWp und 100 kWp lassen zurzeit nur noch schwierig einigermaßen rentable Bürgersolaranlagen zu.

2. Hierbei würden wegen des insgesamt deutlich gesunkenen Investitionsvolumens mehrere Anlagen zusammengelegt werden müssen (Dachfindung?). Auch muss ein Eigenverbrauch realisierbar sein, was gerade in Zusammenarbeit mit öffentlichen Dacheigentümern in der Regel auf bürokratische Hindernisse stößt.

 

Was jedoch nun anstünde wären Weiterentwicklungen. Hierzu bieten sich andere Bürgerenergievorhaben an, evtl. nach dem Genossenschaftsmodell organisiert.

Die Solarstromspitzen zur Mittagszeit benötigen eine flexible Antwort ergänzender Erzeugungsformen. Diese können viele Klein-BHKW-Anlagen bieten; eine Chance für unsere Innenstadtgebiete. Ob die Politik in Bund, Land und Kommune bereit ist, endlich hierfür die richtigen Weichen zu stellen? Die seit 2016 geltende, bundesweite KWK-Gesetzgebung ist hierzu ein erster Ansatz.

 

Die Realisierung der vorstehend angedachten Vorhaben ist zzt. keinesfalls sicher.

Sie können sich bei uns unter - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - für eine spätere Beteiligung unverbindlich registrieren lassen.