Bürgersolaranlage Chemnitz
Aktuelles
Exkursion zu den Biogasanlagen in Neukirchen-Adorf - 11.01.2012

Der Arbeitskreis Energie im Agenda-Beirat hatte für den 11. Januar die Besichtigung der Biogasanlagen der Techno Farm in Neukirchen-Adorf organisiert.

Wie Sachsen-Fernsehen in einem guten, ausführlichen Beitrag berichtet - http://www.sachsen-fernsehen.de/default.aspx?ID=1095&showNews=1098519&showSearch=11 - folgten "zahlreiche Chemnitzer" der Einladung des Arbeitskreises Energie.

Nach dem Positionspapier des Bundesverbandes der Mittelständischen Wirtschaft zur Energiewende soll diese „so dezentral wie möglich und so zentral wie nötig“ erfolgen.

Bei der Biomassenutzung zur Stromerzeugung muss zudem aus wirtschaftlichen, ethischen und ökologischen Gründen auf höchste Effizienz geachtet werden, was den größtmöglichen Einsatz von Bioabfällen und einen maximierten Wärmenutzungsgrad erfordert.

Diesen Ansprüchen wird am ehesten entsprochen, wenn mehrere Akteure sich im Wettstreit um die besten Lösungen bemühen. Das EEG bietet hierzu erstmals mehr Chancengleichheit für bewährte und auch neue Akteuere bei der Energieerzeugung.

Wie dies auch zum Vorteil der Wärme abnehmenden Kunden in Burkhardtsdorf geschieht, darüber möchte die Techno Farm demnächst weiter informieren. Als Mitwirkende der Chemnitzer Bürgerenergieinitiativen werden wir zusammen mit dem Arbeitskreis Energie weiter mit Interesse dran bleiben.


 
Rekord beim Photovoltaikzubau im Jahr 2011

Für viele unerwartet hat der Photovoltaik-Zubau im Jahr 2011 mit 7,5 GWp einen neuen Rekordwert erreicht (2010: 7,4 GWp). Davon entfiel allein auf den Monat Dezember 2011 ein Wert von 3,0 GWp (=3.000.000 kWp):


zubau_foerderung_pv_th

Wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) mitteilt,

http://www.solarwirtschaft.de/presse-mediathek/pressemeldungen/pressemeldungen-im-detail/?tx_ttnews[year]=2012&tx_ttnews[month]=01&tx_ttnews[day]=06&tx_ttnews[tt_news]=14417&cHash=cd8f98299d2074e443b2bc5bc3a2cc51

lag der überaus große Zubau im Dezember vor allem an der milden Witterung sowie sehr maßgeblich an der "von Teilen der Politik geschürten Angst vor einer Kappung der Solarförderung".

Teile der Berliner Regierung - im Gegensatz zu Umweltminister Röttgen - fordern trotz der außerordentlich großen Einsparerfolge bei der Photovoltaik eine Deckelung des jährlichen PV-Zubaus auf 0,5 bis 1,0 GWp, was nach den Erfahrungen anderer Länder den Ausbau der einzig breit dezentral einsetzbaren Erneuerbaren Energie wegen entfallender Investitionssicherheit vollständig beenden würde.

Nachfolgende Grafik zeigt das Wachstum der Stromerträge aus Photovoltaik, das nach den Zubauzahlen von 2011 im Jahr 2012 wiederum im ähnlichen Umfang stattfinden dürfte. Aufgrund der dezentralen, breit gestreuten Struktur der Photovoltaik geschieht dies derzeit ohne Probleme für die Stromnetze:

sonnenstromrekordjahr 2011

Der Anteil am Gesamtstromverbrauch wird somit von etwa 3% im Jahr 2010, über etwa 4% im Jahr 2011 auf etwa 5% im Jahr 2012 steigen. Das Ziel des BSW bis zum Jahr 2020 liegt bei etwa 10%.


 
TU Chemnitz: Intelligente, dezentrale Energiespeicherung

Am 27.10.2011 fand an der TU Chemnitz ein Workshop statt, unter dem Titel:

"Systemintegration von erneuerbaren Energien und Energiemeteorologie"

http://www.fg-ide.tu-chemnitz.de/Workshop_2011.html

Eingeladen hatte die Forschergruppe "Intelligente, dezentrale Energiespeichersysteme" der TU, die, gefördert durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie die SAB, in 8 Teilprojekten interdisziplinär zu diesem Thema arbeitet:

http://www.fg-ide.tu-chemnitz.de/zielstellung.html


Nach spannenden Ausblicken zur Zukunft dezentraler Energieversorgungssysteme - insbesondere auch durch Herrn Prof.  Dr. Volker Quaschning, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin - gab es vor der interessierten, zumeist studentischen Zuhörerschaft eine gute Diskussion auch zu den gesellschaftlichen  Auswirkungen einer künftig weit stärker dezentralisierten Energieversorgungsstruktur.

Prof. Dr. Volker Quaschning zeichnete ausgehend von den Herausforderungen, die Klimawandel und Ressourcenknappheit uns stellen, ein interessantes Bild der vor uns stehenden Aufgaben. Sein Vortrag an der TU Chemnitz kann auf seiner Website eingesehen werden:

http://www.volker-quaschning.de/publis/vortraege/Workshop-Chemnitz_Quaschning-2011.pdf

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Bürgerenergie in Chemnitz - mögliche Beteiligungen / weitere Vorhaben

Leider sind Beteiligungen an laufenden Bürgersolarprojekten zurzeit nur sehr eingeschränkt möglich:

1. Es besteht im geringen Umfang noch eine Beteiligungsmöglichkeit an den Anlagen in Grüna Baumgartenstraße/ Genossenschaftsweg.

2. Sie können sich für Bürgersolaranlagen vormerken lassen, falls es Beteiligte gibt, die ihre Anteile veräußern möchten. Dies war allerdings bisher noch nicht der Fall.

   

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Weitere Projekte soll es in den kommenden Jahren geben.

Hierzu sind zzt. in der ersten Vorbereitungsphase:

1. Ein evtl. Bürgersolarprojekt an einer weiteren Chemnitzer Schule; hier zeichnet sich ein guter Kompromiss mit der Denkmalschutzbehörde ab. Somit könnte die Umsetzung im Jahre 2012 erfolgen.

2. Für die Folgejahre nach dem Genossenschaftsmodell angedachte Bürgerenergievorhaben, wobei neben der Photovoltaik auch andere Energieträger, z.B. BHKW-Systeme, zum Einsatz kommen sollen.

Die Realisierung der vorstehend genannten Vorhaben ist zzt. keinesfalls sicher, so dass wir bei aktuellem Interesse nochmals auf die noch bestehende Möglichkeit einer Beteiligung in Grüna verweisen möchten

Auch können Sie sich bei uns unter - This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it - für eine spätere Beteiligung unverbindlich registrieren lassen.

 
Ertragsdaten des Jahres 2011

Beteiligungen an Bürgersolaranlagen sollen vielen Menschen die Chance zur sehr aktiven Mitwirkung an der Energiewende geben. Sie sollen zeigen, wie es das EEG ermöglicht, die volkswirtschaftlichen Vorteile Erneuerbarer Energien auch betriebswirtschaftlich wirken zu lassen. Es geht also nicht um die s.g. "gute Sache" allein, sondern in der Tat auch um eine wertstabile, solide - aber nicht reißerische Gewinne versprechende - Investition. 

Von Anfang an vorsichtig kalkuliert, laufen die Vorhaben in der Regel besser, als dies die Ursprungsprognosen erwarten ließen.

Informieren Sie sich anhand der aktuellen Erträge ganz konkret:

I. PV-Anlage Schulstraße 2 (Bürgersolaranlage Chemnitz GbR):

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Die Solar-Erträge im Jahr 2011 waren sehr hoch; lagen damit sehr deutlich über den Prognosen. Die Monate März, Mai, Oktober und November erzielten Rekordwerte; im Mai gab es bei einigen Anlagen in der Region gar Erträge, wie sie seit dem Jahr 2002 noch nie erreicht worden waren. (Prognosewerte: 890 kWh/kWp/a im Inbetriebnahmejahr 2007/2008). Sogar im recht sonnenarmen Monat Juli lagen die Erträge leicht über der Prognose.

Die nachstehende Grafik zeigt die Erträge im Vergleich der bisherigen (vollen) Betriebsjahre.

bsa-2011

II. PV-Anlage Depot Industriemuseum (Chemnitzer Bürgersolarkraftwerk GbR):

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Die Solar-Erträge im  Jahr 2011 waren auch bei dieser Anlage sehr hoch; lagen damit sehr deutlich über den Prognosen. Trotz des Ausfalls im September ergaben sich so spezifische Jahreserträge 2011 von mehr als 1.100 kWh/kWp.

III. PV-Anlage Grundschule Am Gickelsberg Kamenz (Sächs. Sonnensegel Kamenz/G. GmbH & Co. KG)

gickelsberg

Die Erträge lagen auch bei dieser Anlage sehr deutlich über den Prognosewerten (Basis: 900 kWh/kWp/a); dies gleicht die im Jahr 2010 (vergleichsweise sonnenarmes Jahr) gegenüber der Prognose etwas geringeren Werte mehr als aus. Die Prognosebasis wurde wegen der teilweisen Verschattung einer Teildachfläche relativ gering angesetzt. Im Jahr 2011 war lediglich der Juli - als verregnet empfunderer Sommer - etwas unterdurchschnittlich.

IV: PV-Anlage Erdmannsdorfer Straße 35 bis 39 (Sächs. Sonnensegel Chemnitz-1 GmbH & Co. KG)

erdmannsdorfer

Die Erträge dieser PV-Anlage übertrafen die der anderen Anlagen nochmals deutlich. Sie lagen um ca. 29% über den Prognosewerten von 975 kWh/kWp/a.Es ist jedoch davon auszugehen, dass derartig hohe Erträge nicht regelmäßig erreicht werden können.

Die stundenaktuellen Werte können auch im Internet eingesehen werden: http://www.solar-strom-anlage.de/sonnensegel-chemnitz-1/


V. PV-Anlagen Grüna, Baumgartenstraße 5 und 7 sowie Genossenschaftsweg 4, 6 und 8 (privat finanziert, Bürgerbeteiligung mittels Darlehen):

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Mit mehr als 20% über den Prognosewerten (Basis: 950 kWh/kWp/a) waren auch die Jahreserträge 2011 dieser 5 Anlagen (spezifisch: 1161 kWh/kWp/a) sehr gut. Auffallend im vierten Quartal war auch hier der trockene, sonnige Monat November.

Die Vergleichswerte wurden wegen der teilweisen Verschattung gegenüber den "Spitzenanlagen" etwas reduziert angesetzt. Die nahezu baugleichen Gebäude besitzen Gauben und Schornsteine, die gerade an langen Sommertagen morgens und abends etwas verschatten. Demgegenüber sind die Winterwerte bei tief stehender Sonne sehr gut, zumal der Schnee auf den steilen Dachflächen (ca. 48°) gut abrutschen kann.

Auf der Basis der herausragend guten Erträge 2011 wurden vereinbarungsgemäß die Maximalvergütungen an den Dachverpächter sowie die Darlehensgeber gezahlt.

VI. PV-Anlagen Grüna, Damaschkestraße 1 und 2 (privat finanziert, Bürgerbeteiligung mittels Darlehen):

Diese beiden Anlagen gingen erst zum 15.12.2011 in Betrieb, so dass vergleichbare Ertragsdaten noch nicht dargestellt werden können. In den ersten sechs Betriebswochen wurden ähnliche Erträge wie bei den Anlagen im Genossenschaftsweg und in der Baumgartenstraße verzeichnet.


Last Updated on Saturday, 28 January 2012 11:33