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Beteiligungen an Bürgersolaranlagen sollen vielen Menschen die Chance zur sehr aktiven Mitwirkung an der Energiewende geben. Sie sollen zeigen, wie es das EEG ermöglicht, die volkswirtschaftlichen Vorteile Erneuerbarer Energien auch betriebswirtschaftlich wirken zu lassen. Es geht also nicht um die s.g. "gute Sache" allein, sondern in der Tat auch um eine wertstabile, solide - aber nicht reißerische Gewinne versprechende - Investition.
Von Anfang an vorsichtig kalkuliert, laufen die Vorhaben in der Regel besser, als dies die Ursprungsprognosen erwarten ließen.
Informieren Sie sich anhand der aktuellen Erträge ganz konkret:
I. PV-Anlage Schulstraße 2 (Bürgersolaranlage Chemnitz GbR):

Die Solar-Erträge im Jahr 2011 waren sehr hoch; lagen damit sehr deutlich über den Prognosen. Die Monate März, Mai, Oktober und November erzielten Rekordwerte; im Mai gab es bei einigen Anlagen in der Region gar Erträge, wie sie seit dem Jahr 2002 noch nie erreicht worden waren. (Prognosewerte: 890 kWh/kWp/a im Inbetriebnahmejahr 2007/2008). Sogar im recht sonnenarmen Monat Juli lagen die Erträge leicht über der Prognose.
Die nachstehende Grafik zeigt die Erträge im Vergleich der bisherigen (vollen) Betriebsjahre.

II. PV-Anlage Depot Industriemuseum (Chemnitzer Bürgersolarkraftwerk GbR):

Die Solar-Erträge im Jahr 2011 waren auch bei dieser Anlage sehr hoch; lagen damit sehr deutlich über den Prognosen. Trotz des Ausfalls im September ergaben sich so spezifische Jahreserträge 2011 von mehr als 1.100 kWh/kWp.
III. PV-Anlage Grundschule Am Gickelsberg Kamenz (Sächs. Sonnensegel Kamenz/G. GmbH & Co. KG)

Die Erträge lagen auch bei dieser Anlage sehr deutlich über den Prognosewerten (Basis: 900 kWh/kWp/a); dies gleicht die im Jahr 2010 (vergleichsweise sonnenarmes Jahr) gegenüber der Prognose etwas geringeren Werte mehr als aus. Die Prognosebasis wurde wegen der teilweisen Verschattung einer Teildachfläche relativ gering angesetzt. Im Jahr 2011 war lediglich der Juli - als verregnet empfunderer Sommer - etwas unterdurchschnittlich.
IV: PV-Anlage Erdmannsdorfer Straße 35 bis 39 (Sächs. Sonnensegel Chemnitz-1 GmbH & Co. KG)

Die Erträge dieser PV-Anlage übertrafen die der anderen Anlagen nochmals deutlich. Sie lagen um ca. 29% über den Prognosewerten von 975 kWh/kWp/a.Es ist jedoch davon auszugehen, dass derartig hohe Erträge nicht regelmäßig erreicht werden können.
Die stundenaktuellen Werte können auch im Internet eingesehen werden: http://www.solar-strom-anlage.de/sonnensegel-chemnitz-1/
V. PV-Anlagen Grüna, Baumgartenstraße 5 und 7 sowie Genossenschaftsweg 4, 6 und 8 (privat finanziert, Bürgerbeteiligung mittels Darlehen):

Mit mehr als 20% über den Prognosewerten (Basis: 950 kWh/kWp/a) waren auch die Jahreserträge 2011 dieser 5 Anlagen (spezifisch: 1161 kWh/kWp/a) sehr gut. Auffallend im vierten Quartal war auch hier der trockene, sonnige Monat November.
Die Vergleichswerte wurden wegen der teilweisen Verschattung gegenüber den "Spitzenanlagen" etwas reduziert angesetzt. Die nahezu baugleichen Gebäude besitzen Gauben und Schornsteine, die gerade an langen Sommertagen morgens und abends etwas verschatten. Demgegenüber sind die Winterwerte bei tief stehender Sonne sehr gut, zumal der Schnee auf den steilen Dachflächen (ca. 48°) gut abrutschen kann.
Auf der Basis der herausragend guten Erträge 2011 wurden vereinbarungsgemäß die Maximalvergütungen an den Dachverpächter sowie die Darlehensgeber gezahlt.
VI. PV-Anlagen Grüna, Damaschkestraße 1 und 2 (privat finanziert, Bürgerbeteiligung mittels Darlehen):
Diese beiden Anlagen gingen erst zum 15.12.2011 in Betrieb, so dass vergleichbare Ertragsdaten noch nicht dargestellt werden können. In den ersten sechs Betriebswochen wurden ähnliche Erträge wie bei den Anlagen im Genossenschaftsweg und in der Baumgartenstraße verzeichnet.
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